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Blackjack hat eine faszinierende Geschichte. Blackjack, in Großbritannien und Australien auch als Pontoon bekannt, leitet sich vom französischen Spiel Vingt et Un her, das ist Französisch und bedeutet Einundzwanzig. Das erste bekannte Spiel Vingt et Un wurde im 17. Jahrhundert gespielt.
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Frühe Vorläufer des Blackjack
Kartenspiele wurden in der einen oder anderen Form bereits seit vor 900 A.D. in China gespielt. Die Chinesen mischten Papiergeld und teilten es in unterschiedliche Kombinationen als Kartenspiele. Der ursprüngliche Name für Kartenspiele war "Papierzettel". In den arabischen Ländern waren diese "Zettel" mit wunderschön verschlungenen Mustern verziert, auf dem Weg nach Europa wurden die Muster jedoch durch wichtige Persönlichkeiten der Gesellschaft, wie beispielsweise Könige, Bischöfe und Kardinäle ersetzt. Diese wurden dann letztlich von modernen Spielkarten-Decks ersetzt, wie wir sie heute kennen.
Ziel des französischen Vingt et Un war das Erreichen des Wertes 21. Die Karten wurden rundenweise gegeben und die Einsätze erfolgten nach jeder Runde. Der erste Spieler, der 21 erreichte, war der Gewinner und erhielt die Einsätze aller anderen Spieler. Das italienische Spiel Siebeneinhalb und das spanische 31 waren unserem Blackjack ebenfalls ähnlich. Siebeneinhalb wurde mit nur 40 Karten gespielt, die Achten, Neuen und Zehnen wurden aus dem Deck genommen und die Bildkarten erhielten den Wert Halb. Ziel war es, siebeneinhalb zu erzielen, ohne kaputt zu gehen. Bei 31 erhielten die Spieler ursprünglich drei Karten und Ziel war es, einen Gesamtwert von 31 zu erreichen.
Aufkommen des modernen Blackjack
Die moderne Version von Blackjack fand seinen Weg um 1800 in die Vereinigten Staaten. Das Spiel erhielt seinen Namen Blackjack durch die Bonuszahlung für einen Spieler, wenn dessen erste Karten der Pik Bube und das Pik Ass waren. Hierauf wurde gewöhnlich 10:1 ausgezahlt. Trotz des Umstandes, dass sich die Spielregeln änderten und jede Zehn oder Bildkarte mit einem Ass den Blackjack-Gewinn ausmachten sowie die Auszahlung auf 3:2 herabgesetzt wurde, blieb es bei dem Namen Blackjack. Mit der Zeit entwickelten sich unterschiedliche Varianten des Spiels. Atlantic City Blackjack, European Blackjack und Vegas Strip Blackjack sind einige der Varianten, die heute noch beliebt sind.
Blackjack-Kartenzählen und Blackjack-Basisstrategie
Das moderne Blackjack-Zeitalter begann in den frühen 1960er Jahren mit der Veröffentlichung von Beat the Dealer von Professor Edward Thorp. Professor Thorp führte das wissenschaftliche Studium von Blackjack, Blackjack-Kartenzählen und die Blackjack-Basisstrategie ein.
Blackjack-Kartenzählen basiert auf der Tatsache, dass sich mit dem Verbrauch von Karten aus dem Deck die Wahrscheinlichkeit betreffs der verbleibenden Karten ändert. Werden beispielsweise in der frühen Phase eines Blackjackspiels eine große Anzahl geringwertiger Karten aufgebraucht, jedoch weniger 10-wertige Karten, so erhöhen sich die Chancen, eine 10-wertige Karte mit dem nächsten Blatt zu ziehen. Durch das Verfolgen der gegebenen Karten kann der Blackjack-Kartenzähler diese Informationen zu seinem Vorteil nutzen und seine Einsätze entsprechend angleichen.
Die Blackjack-Basisstrategie basiert ebenfalls auf der mathematischen Untersuchung von Blackjack. Die Basisstrategie wird in einer Reihe von Tabellen ausgedrückt, welche basierend auf der Wahrscheinlichkeitsanalyse zeigen, welches in jeder Situation der optimale Spielzug ist. Im Gegensatz zum Kartenzählen, was ein ausgesprochen schwierig zu erlernendes Geschick ist, kann die Blackjack-Basisstrategietabelle von jedermann benutzt werden, der beim Blackjackspiel mehr Erfolg haben will.
In den Jahrzehnten nach der Veröffentlichung von Beat the Dealer haben andere Mathematiker, Computerwissenschaftler und professionelle Glücksspieler die Verfeinerung sowohl der Kartenzähltechniken wie auch der Blackjack-Basisstrategietabellen fortgesetzt, so dass diese heute weiter entwickelt, stärker und genauer sind als jemals zuvor. Die großartigsten dieser Individuen werden heute in der Blackjack Hall of Fame geehrt.
Online-Blackjack
Mit dem Wachstum des Internet und der Entwicklung des Internet-Casinos in den frühen 1990er Jahren war Blackjack ein natürlicher Mitbewerber um die Computerbildschirme der Verbraucher. Blackjack ließ sich einfach an den Computerbildschirm anpassen und wurde zu einem der beliebtesten Spiele in Online-Casinos. Ein modernes Online-Casino kann bis zu vierzig unterschiedliche Blackjackspiele anbieten. Jedes Online Blackjackspiel verfügt über realistische Graphiken und Soundeffekte sowie einen Zufallsgenerator zum vollkommen fairen Kartengeben. Heute spielen Millionen Menschen weltweit Online-Blackjack.
Die Geschichte des Blackjack, vom 9. Jahrhundert chinesischer Zettel über das Vingt et Un des 17. Jahrhunderts bis hin zum Internet-Blackjack des 21. Jahrhunderts, ist eine lange und interessante Geschichte. Blackjack blüht und gedeiht auch weiterhin und es ist klar, dass die Sage noch lange nicht beendet ist.



